Wer Mezzanine gibt: Fonds oder Verbriefung?

Der Mezzanine-Geber arbeitet nur selten ausschließlich mit Eigenkapital, da sich dies bei einem Zinssatz von grob 8% (incl. Risiken!) nicht ausreichend verzinsen würde.
Somit stellt sich die Frage, wie er sich refinanziert. Die Refinanzierung erfolgt i.d.R. über die Ausgabe von Fondsanteile sowohl an institutionelle Investoren wie auch Privatanlager oder über Verbriefungen. Bei Verbriefungen werden die gegebenen Darlehen zu mindestens 30 Stück gebündelt (Grund: Risikodiversifikation) am Kapitalmarkt plaziert. Das Volumen einer Verbriefung beträgt i.d.R. mindestens 200 Mio€. Die Verbriefungen werden wiederum in mehreren Risikenklassen gestückelt und nach dem "Wasserfallprinzip"(Seite 10) mit Zinsen und Kapitalrückflüssen bedient.

Für den Kapitalmarkt müssen vor allem zwei Bedingungen erfüllt sein - und hier wird es für den Mezzanine-Nehmer interessant:
1. Jährliches Rating nach Moodys RiskCalc. In der Regel verlangen auch die Fonds ein jährliches Rating, sind in der Wahl ihres Ratingspartner aber freier (z.B. Euler Hermes, Creditreform). Das Rating wird anonymisiert publiziert. Hieraus ist keineswegs abzuleiten, daß Verbriefungen nur für gut geratete Unternehmen in Frage kommen. Einzelne Anbieter sind besonders risiko-orientiert, nur wollen sie das Risiko kennen und entsprechend einpreisen (höhere Zinsen).
2. Fixe Laufzeit von 7 Jahre.

Wie der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen ist, nimmt die Anzahl der Verbriefer stetig zu, während die durchschnittliche Tranche sinkt. Dies ist ebenso ein Zeichen des stärkeren Wettbewerbs wie das rückläufige Gesamtvolumen der Verbriefungen.

Impressum | Kontakt | ©2006-2011 by Mezzanine-Bericht.de